Features im Radio

Features

Samstag 09:05 Uhr SR2 Kulturradio

FeatureZeit

Friedens - David gegen Atom - Goliath Die Friedensbewegung und das Verbot der Atomwaffen Von Geseko von Lüpke

Samstag 09:05 Uhr Ö1

Hörbilder

"Der lange Weg zur Gleichberechtigung. Hochzeitsgeschichten meiner südtunesischen Familie." Die Mutter des tunesischen Featureautors Mahmoud Lamine, seine älteste Schwester und seine Nichte erzählen von ihren sehr unterschiedlichen Erfahrungen mit der patriarchalisch geprägten Gesellschaft in Tunesien. Eine Sendung von Mahmoud Lamine und Judith Müller. Verheiratet mit zwölf Jahren. Mahmoud Lamines Mutter Hadscha Meriam wird in den 1920er Jahren im Alter von zwölf Jahren verheiratet. Sie wird dem Ehemann ihrer verstorbenen Schwester zur Frau gegeben und Ersatzmutter für fünf Kinder - für ihre Nichten und Neffen. "Ich habe damals nicht lange gebraucht, um mein Schicksal zu akzeptieren", erzählt sie ihrem Sohn. "Obwohl ich erst zwölf war, ist es mir gelungen, meine familiären Aufgaben zu erfüllen." Sie sagt aber auch: "Die Frau fiel kaum ins Gewicht. Alles ging nur nach dem Willen des Mannes." Die Frau war wie ein Einrichtungsgegenstand. Zwei Jahrzehnte später wird ihre eigene Tochter ebenfalls früh verheiratet, gegen deren Willen, mit nur 13 Jahren. "Die Frau war wie ein Einrichtungsgegenstand. Sie war so viel wert wie ein Möbelstück", erzählt Sohra ihrem Bruder. Doch sie kann sich aus der bedrückenden Situation befreien, legt gegen den Widerstand ihrer Umgebung den Schleier ab, holt Schulbildung nach, eröffnet in den 1960er Jahren ein eigenes Geschäft und kann auch ihren Ehemann überzeugen, den Wunsch nach Selbständigkeit zu respektieren. Persönliche Revolution wird zum Vorbild. Ihre persönliche Revolution und ihr Erfolg werden zum Vorbild für andere weibliche Familienmitglieder. - Für Mahmoud Lamines Nichte Chaula zum Beispiel. Sie wird Mitte der 1970er Jahre geboren, erzählt von einer unbeschwerten Jugend, von einem Universitätsstudium, um das sie nicht mehr kämpfen musste, von ihrem Lehrberuf, der sie erfüllt - und von einer Heirat aus Liebe mit 27 Jahren. Die sehr persönlichen Erzählungen der drei Frauen aus Südtunesien zeigen, wie sich die tunesische Gesellschaft in den letzten 100 Jahren verändert hat. Sprecher/innen: Elisabeth Findeis, Eva Mayer, Mercedes Echerer, Hüseyin Michael Cirpici Ton: Martin Leitner Redaktion: Eva Roither

Samstag 12:04 Uhr WDR3

WDR 3 Kulturfeature

Ich höre die Bäume Klang und Musik bei Joseph Beuys Von Michael Arntz Joseph Beuys ist einer der wichtigsten Künstler des 20. Jahrhunderts. Wenig bekannt ist, dass Klang und Musik genauso zu seinem Schaffen gehören wie Fett und Filz. Wie also klingt Joseph Beuys? Im 1968 entstandenen "ja ja ja ja ja - nee nee nee nee nee" wird eine zufällig aufgeschnappte Phrase zur Basis einer einstündigen Rezitation, die das gesprochene Wort in litaneihafte Musik verwandelt. Ein in Filz eingenähter Konzertflügel steht im Zentrum der Aktion "Infiltration homogen für Konzertflügel" von 1966. Obwohl kein Klavierton hörbar ist, glaubt Beuys an einen physikalisch nicht messbaren "Innenton", der Tieren und Menschen gleichermaßen eigen sei. Und auch die für Beuys typischen Klanglaute "ö ö", die er mit dem Röhren eines Hirsches vergleicht, finden sich mehrfach in seinen Aktionen. Eng arbeitet er mit Komponisten wie Henning Christiansen und Nam June Paik zusammen. Die Wurzeln seiner Musik, so war Beuys überzeugt, sollten in der Zukunft liegen, im Sinne einer "Wirkung vor der Ursache". Die bisher kaum zugänglichen Aufnahmen seiner Aktionen machen hörbar, wie eine Musik klingen könnte, die aus der Zukunft kommt und sich den historischen Kausalitäten zu entziehen versucht. Produktion: WDR 2019

Samstag 13:05 Uhr Bayern 2

radioFeature

Umweltschutz, Artensterben und der Graben zwischen Stadt und Land Ein Feature von Lorenz Störch Wiederholung am Sonntag, 21.05 Uhr Die intensive Landwirtschaft ist für das Artensterben verantwortlich, sagen Umweltschützer aus der Stadt. Die Städter haben keine Ahnung und kaufen am Ende doch billig und nicht bio, sagen die Bauern. Stadt und Land verstehen sich nicht mehr. Was ist passiert? Am deutlichsten ist die Spaltung beim beispiellos erfolgreichen Volksbegehren "Rettet die Bienen" 2019 in Bayern zu sehen. Ministerpräsident Markus Söder hat sich die Naturschutz-Forderungen schnell auf die Fahnen geschrieben. Obwohl die CSU traditionell die Nähe zu den Bauern sucht. Die Bauern sind auf die Barrikaden gegangen. Bis heute haben sie sich nicht beruhigt. Trotz Rundem Tisch und so genanntem "Versöhnungsgesetz". Autor Lorenz Storch schaut hinter die Bulldog-Blockaden und Naturschutz-Fassaden. Denn bei den Spannungen geht es nur vordergründig darum, wie ein Bauer sein Feld bestellt. Dahinter stehen eigentlich die wirklich großen Fragen: Wie wollen wir wirtschaften? Wie hält unsere Gesellschaft künftig noch zusammen? Im radioFeature diskutiert eine Vogelschützerin aus der Stadt mit einem Landwirt und es geht um überraschende Gemeinsamkeiten von Städtern und Bauern.

Samstag 14:00 Uhr rbb Kultur

FEATURE

""Fly or die"" Eine Storchenliebe in Kroatien Von Marta Medvesek Regie: Gabriela Hermer und Marta Medvesek Produktion: rbb 2021 - Ursendung -

Samstag 14:05 Uhr BR-Klassik

Das Musik-Feature

Kindskopf mit Tiefgang Der Dichter Christian Morgenstern und die Musik Von Ulrike Zöller Wiederholung vom Freitag, 19.05 Uhr Zum 150. Geburtstag von Christian Morgenstern am 6. Mai 2021 Ein Instrument spielt nicht selbst, aber es lässt sich bespielen. Christian Morgenstern war kein Musiker, aber er lässt sich wunderbar "verklanglichen". Wenige deutsche Dichter haben Komponisten und Liedermacher, Kinder und Kabarettisten so sehr angeregt, Gedichte in Musik umzusetzen, wie der am 6. Mai 1871 in München geborene Autor, Aphoristiker, Übersetzer und Anhänger von Rudolf Steiners Anthroposophie. Der so viele "Lieder" geschrieben hat, ohne sie selber zu singen, dessen Gedichte als albern verkannt wurden, auch wenn neben dem Kindskopf ein tiefgründiger Geist wohnte, auf einer verletzten Seele und einem kranken Körper. Was fasziniert Musiker an Christian Morgenstern? Welche Rolle spielte Musik in seinem Leben? Ulrike Zöller macht sich auf die Suche nach Dur und Moll bei Christian Morgenstern.

Samstag 18:05 Uhr Deutschlandfunk Kultur

Feature

Abenteurerinnen (1/4) Clärenore Stinnes fährt mit dem Auto um die Welt Von Lydia von Freyberg Regie: Rainer Schaller Mit: Katja Bürkle, Fabian Carsten Ton: Susanne Harasim Produktion: BR 2019 Länge: 24"39 Abenteurerinnen (2/4) Die Bergpionierin Eleonore Noll-Hasenclever Von Katharina Kestler Regie: Rainer Schaller Mit: Katja Bürkle, Katja Amberger, Julia Cortis, Peter Weiss Ton: Susanne Harasim Produktion: BR 2019 Länge: 24"35 Leicht hatten sie es nie, die Frauen, die auszogen, um in der Welt Abenteuer zu erleben. Auch zu Anfang des 20. Jahrhunderts kämpften sie gegen Konventionen und die Vorstellung, eine Frau habe möglichst zu Hause zu bleiben. (Teil 3 und 4 am 15.05.2021) Abenteurerinnen (1/4): Clärenore Stinnes umrundete als erster Mensch im Auto die Welt, 1927, als Autos noch so neu waren, dass es auf weiten Teilen ihrer Strecke noch nicht einmal Straßen gab. Sie durchquerte die Wüste Gobi, musste sich in den Anden den Weg freisprengen und wurde in Amerika frenetisch gefeiert. Immer mit dabei: Kameramann Axel Söderström, der die ganze Reise auf Film festhielt - und Lord, der treue Hund, der die "Schicksals- und Campinggemeinschaft" der Weltumfahrer nachts bewachte. Eine Abenteuergeschichte aus der Frühzeit des Automobils. Lydia von Freyberg lebt in München. Sie studierte Literaturwissenschaft und Kunstgeschichte an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg und der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg. Volontariat beim BR. Danach tätig als freie Fernseh- und Hörfunkautorin und Redakteurin, u.a. bei BR, ARTE und 3sat. Abenteurerinnen (2/4): Heute ist sie fast vergessen. Doch Anfang des 20. Jahrhunderts versetzte Eleonore Noll-Hasenclever die noch junge alpine Bergsteiger-Szene in Aufregung, weil sie regelmäßig selbst geübte Kollegen hinter sich ließ und schneller und mutiger als alle anderen in jede Steilwand stieg. Schwer auszuhalten war das für manche Bergführer, die sie offen anfeindeten und in einem Fall sogar nachts ihre Seile zerschnitten. Und doch war die Gipfeljagd dieser waghalsigen Frau nicht aufzuhalten. Katharina Kestler lebt in München. Sie studierte an der Katholischen Universität Eichstätt Journalismus und volontierte beim BR. Sie arbeitet freiberuflich als Fernseh- und Rundfunkautorin und Redakteurin, u.a. bei "Puls" (BR). Abenteurerinnen (1/4) Abenteurerinnen (2/4)

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